Schwer entflammbare Möbel B1

18.10.2017 - Schwer entflammbare Möbel B1

Schwer entflammbare Möbel nach Brandschutzklasse B1: Brandschutz für öffentliche Gebäude

Für den professionellen Einsatz in Hotels, großen Büroräumen, Arztpraxen oder öffentlichen Einrichtungen werden besondere Anforderungen an den Brandschutz der gesamten Einrichtung gestellt. Darunter fallen auch die Loungemöbel im Wartebereich, die Büromöbel im Office oder die Konferenzmöbel im Meetingraum.

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Diese Räumlichkeiten unterliegen in der Regel der Brandschutzklasse B1 der deutschen Brandschutznorm DIN 4102. Aber nicht nur die Baumaterialien der Räumlichkeiten unterliegen gesonderten Anforderungen des Brandschutzes, sondern auch die sich darin befindenden Möbel erfordern eine erschwerte Entflammbarkeit als "schwer entflammbare Möbel".

So könnte Ihr Warte- oder Loungebereich aussehen:

Schwer entflammbare Sofa im Wartebereich

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Wodurch zeichnen sich schwer entflammbare Möbel B1 aus?

Schwer entflammbare Möbel werden in Bereichen gefordert, welche oftmals an die häuslichen Fluchtwege anknüpfen und der Brandschutznorm DIN 4102 unterliegen. Im Fall eines Brandes dürfen die Möbel den Brand nicht fördern und damit Fluchtwege versperren, sondern die Möbel sollen eine Ausbreitung der Flammen eindämmen. Diese Bereiche werden nach ihrer Brandschutzbestimmung auch als „B1 Bereiche“ und die dafür geeigneten Möbel als „B1-Möbel“ bezeichnet. Die verwendeten Materialien solcher Möbel in Form von Textilstoffen, Polsterschaum und verschiedenen Gestellen werden dabei als einzelne Komponenten betrachtet, die gesondert auf Brandschutz B1 nach DIN 4102 getestet wurden. Daraus geht hervor, dass ein Möbelstück als Ganzes dieser Norm für Baustoffe nicht gerecht werden kann, sondern nur seine einzelnen Materialien, können das Möbel im Verbund „schwer entflammbar“ machen. Damit Büromöbel, Loungemöbel oder Wartezimmermöbel der B1 Brandschutznorm gerecht werden, reicht es damit nicht, dass nur der Bezug als schwer entflammbar gilt. Erst wenn auch Polsterschaum, Gestell und alle weiteren verwendeten Materialien diese Norm erfüllen, kann eine brandhemmende Wirkung entstehen.

Zusammenfassung:

  • Bei professionellen Einrichtungen kann es erforderlich sein schwer entflammbare Möbel einzusetzen
  • Das Möbelstück als Ganzes kann dabei nicht der Brandschutzklasse B1 nach DIN 4102 gerecht werden
  • Alle verwendeten Materialien an sich müssen dieses Zertifikat besitzen, damit das Möbel an sich brandverhindernd wirken kann
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Welche Testverfahren gibt es für schwer entflammbare Möbel B1?

Im deutschen Raum haben sich vor allem 3 Arten von Testverfahren für das Brandverhalten von Möbeln etabliert:

  • Zigarettentest (DIN 1021 – 1)
  • Streichholztest (DIN 1021 – 2)
  • Papierkissentest (DIN 54341)

Der Zigarettentest (DIN 1021 – 1):
Beim Zigarettentest wird eine brennende Zigarette auf dem Sitzpolster platziert. Um den Test zu bestehen, darf sich das Polster nach einer Stunde nicht entzündet haben.

Der Streichholztest (DIN 1021 – 2):
Beim Streichholztest wird ein Gasbrenner 15 Sekunden lang auf das Polster gereichtet. Die Flamme soll dabei ein brennendes Streichholz nachahmen. Wenn das Polster 2 Minuten danach von selbst erloschen ist, gilt der Test als bestanden.

Der Papierkissentest (DIN 54341):
Der Papierkissentest DIN 54341 verlangt die höchsten Anforderungen. Hierbei wird ein Papierkissen auf das Sitzmöbel gelegt und an allen Ecken angezündet. Um zu bestehen, darf die entstehende Flamme die Rückenlehne nicht mehr als 45 cm überragen. Außerdem dürfen die Armlehnen nicht von den Flammen erreicht werden. Wenn das Polster dann nach einer Viertelstunde von selbst erlischt, ist der Test bestanden.

Wenn Ihre Brandschutzauflagen schwer entflammbare Möbel fordern, dann sind in vielen Fällen Möbel ausreichend die den Zigarettentest oder den Streichholztest bestanden haben. Diese Freigabe muss jedoch von der Brandschutzbehörde erteilt werden.